Studie des Ministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz offenbart schwere Mängel bei der Beratungsdokumentation

 

Bei einer vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz in Auftrag gegebenen Studie wurden Testkunden in Beratungsgespräche geschickt. Nur in ca. einem Viertel der Fälle erhielten die Kunden anschließend eine Beratungsdokumentation. Der Geldanlagebereich schnitt mit einer Quote von 39,1 % gegenüber dem Versicherungsbereich mit einer Quote von 15,1 % besser ab. Im Bereich der Geldanlage stellt dies einen Gesetzesverstoß dar, da hier die Dokumentation unmittelbar nach dem Beratungsgespräch ausgehändigt werden muss. Die — allerdings nicht repräsentative - Studie gibt damit Hinweise auf die Praxis der Beratungsdokumentation. Dazu Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz Heiko Maas: „In der Praxis gibt es bei der Beratungsdokumentation offensichtlich große Defizite. Wenn überhaupt nur jeder vierte Kunde ein Protokoll bekommt, dann ist der Zweck der Beratungsdokumentation nicht erfüllt.