Bundesgerichtshof verurteilt Commerzbank zur Zahlung von Schadensnersatz an Anlegerin

 

Der Bundesgerichtshof (BGH) weitet mit seinen Grundsatzurteilen vom 29.04.2014 (XI ZR 471/12 und 130/13) die Aufklärungspflichten von Banken bei offenen Immobilienfonds aus. Die Commerzbank wurde verurteilt, einer Kundin mehr als 22.000 Euro Schadenersatz zu zahlen. Das Gericht sah einen Beratungsfehler bei der Bank, weil diese beim Kauf des Fonds nicht darüber aufgeklärt hatte, dass sich die Anlegerin nicht jederzeit auf die Möglichkeit zur Rücknahme der Anteile verlassen können. Der BGH bestätigte damit am Dienstag ein Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt vom Februar 2013 und wies die Revision der Bank zurück. Das Urteil des 11. Zivilsenats dürfte Signalwirkung für zahlreiche weitere Anlegerklagen haben.